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Arznei- und Verbandmittel für gesetzlich Unfallversicherte Kostenübernahme

Bei Arbeitsunfällen oder einer Berufskrankheit übernimmt die Unfallversicherung statt der Krankenversicherung die Kosten für Arznei- und Verbandmittel.

Ihre zuständige Stelle

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  • Ausführliche Beschreibung

    Benötigen Sie aufgrund eines Arbeitsunfalls oder einer Berufskrankheit Arznei- und Verbandmittel, wird ein Arzt/eine Ärztin diese verordnen. Die Unfallversicherung trägt die Kosten, allerdings nur bis zur Höhe eines gegebenenfalls festgesetzten Festbetrages. Wird ein teureres Arznei- oder Verbandmittel oberhalb eines Festbetrags verordnet, muss der Arzt/die Ärztin Sie auf die Mehrkosten hinweisen. Die Mehrkosten müssen Sie selbst tragen.

    Unfallversicherungsträger sind:

    • Gewerbliche Berufsgenossenschaften, nach Branchen gegliedert
    • Unfallversicherungsträger der öffentlichen Hand
    • Landwirtschaftliche Berufsgenossenschaften
  • Voraussetzungen
    • Der zuständige Unfallversicherungsträger muss den gesundheitlichen Schaden als Folge eines Arbeitsunfalls oder als Berufskrankheit anerkannt haben.
    • Die Arznei- und die Verbandmittel müssen zur ärztlichen oder zahnärztlichen Behandlung dieses Gesundheitsschadens ärztlich verordnet worden seien.
  • Gebühren

    Es fallen gegebenenfalls Kosten an. Wenden Sie sich bitte an die zuständige Stelle. 

  • Ablauf

    Jeder/e an der vertragsärztlichen Versorgung teilnehmender/e Arzt/Ärztin darf Unfallverletzte nach Arbeitsunfällen behandeln. Sie müssen allerdings einen Durchgangsarzt aufsuchen, wenn

    • die Unfallverletzung über den Unfalltag hinaus zur Arbeitsunfähigkeit führt
    • die notwendige ärztliche Behandlung voraussichtlich über eine Woche andauert
    • Heil- und Hilfsmittel zu verordnen sind
    • es sich um eine Wiedererkrankung aufgrund von Unfallfolgen handelt.

    Der Durchgangsarzt ist besonders qualifiziert für die Behandlung von Unfallverletzten.

  • Rechtsgrundlage(n)
  • Weitere Informationen

    Die gesetzliche Unfallversicherung ist ein Zweig der deutschen Sozialversicherung. Der Arbeitgeber ist gesetzlich verpflichtet, Beschäftigte gegen Unfall am Arbeitsplatz oder auf dem Weg von und zur Arbeitsstätte abzusichern  

  • Fachlich freigegeben durch

    Niedersächsisches Ministerium für Gesundheit, Soziales und Gleichstellung

  • Fachlich freigegeben am
    16.07.2020