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Heilmittel für gesetzlich Unfallversicherte Gewährung

Bei Arbeitsunfällen oder einer Berufskrankheit übernimmt die Unfallversicherung statt der Krankenversicherung die Kosten für Heilmittel.

Ihre zuständige Stelle

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  • Ausführliche Beschreibung

    Im Versicherungsfall erhalten Sie bei Bedarf Heilmittel. Heilmittel sind alle ärztlich verordneten Dienstleistungen, die einem Heilzweck dienen und von Therapeutinnen und Therapeuten erbracht werden. Zum Beispiel:

    • Physikalische Therapie
    • Podologische Therapie
    • Stimm, Sprech- und Sprachtherapie
    • Ergotherapie

    Zuzahlungen sind in der gesetzlichen Unfallversicherung dabei grundsätzlich nicht zu leisten. Es gelten jedoch Festbeträge. Wird etwas Teureres verschrieben oder angeordnet, müssen Sie vom Arzt/Ärztin auf die Übernahme der Mehrkosten hingewiesen werden.

    Kann das Ziel der Heilbehandlung mit einem "Festbetragsmittel" nicht erreicht werden (ärztliche Begründung erforderlich), übernimmt der zuständige Unfallversicherungsträger die tatsächlichen Kosten.

    Unfallversicherungsträger sind:

    • Gewerbliche Berufsgenossenschaften, nach Branchen gegliedert
    • Unfallversicherungsträger der öffentlichen Hand (Gemeinde-Unfallversicherungsverbände, Landesunfallkassen, Feuerwehr-Unfallkassen)
    • Landwirtschaftliche Berufsgenossenschaften
  • Voraussetzungen
    • Verordnung der Therapie durch einen Durchgangsarzt
  • Gebühren

    Es fallen grundsätzliche keine Gebühren an. 

    In Ausnahmefällen kommen Mehrkosten auf Sie zu. Für nähere Auskünfte wenden Sie sich bitte an Ihren zuständigen Unfallversicherungsträger.

  • Ablauf
    • Ein Arbeitsunfall, der zu einer Arbeitsunfähigkeit von mehr als drei Kalendertagen führt, muss der zuständigen Berufsgenossenschaft oder Unfallkasse vom Unternehmen gemeldet werden.
    • Die Verordnung erfolgt durch einen/e Durchgangsarzt/-ärtzin Diese sind besonders qualifiziert für die Behandlung von Unfallverletzten.
  • Zuständigkeit

    Ihr zuständiger Unfallversicherungsträger

  • Weitere Ansprechpunkte

    Ihr zuständiger Unfallversicherungsträger

  • Rechtsgrundlage(n)
  • Weitere Informationen

    Die gesetzliche Unfallversicherung ist ein Zweig der deutschen Sozialversicherung. Der Arbeitgeber ist per Gesetz dazu verpflichtet, Beschäftigte gegen Unfall am Arbeitsplatz oder auf dem Weg von und zur Arbeitsstätte abzusichern.  

  • Fachlich freigegeben durch

    Niedersächsisches Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung

  • Fachlich freigegeben am
    23.07.2020